Think

Think

Think (zur Musik aufs Foto klicken)

Denken? Klarer Kopf? Die Gedanken ziehen vorbei wie Kumuluswolken am Himmel. Manche weißer, manche tiefstgrau. Aber dahinter das ewige Blau. Selbst nachts. Vor Mond und Sternen. Man sieht es nicht immer. Man sollte es aber wissen. Es ist da. Okkult. Das Leben passiert vor dieser himmlischen Bluebox. Die Hintergründe sind austauschbar. Nichts scheint real. Aber es ist gut und trickreich gemacht. Oscarreif. Vor dieser Kulisse starten und landen Flugzeuge, die einen wegbringen oder ankommen lassen. Autos, Busse oder Züge nehmen einen mit an andere Ziele. Zufällig ausgesucht oder mit vollster Absicht. Ein helles Licht wird immer trüber, es verkommt zu einer fahlen selbst gewählten Unscheinbarkeit. Am Horizont flattern Glühwürmchen wild durcheinander. Kaum wahrnehmbar, aber tröstend und ermutigend leuchtend. Den möglichen Weg weisend. Das Geheimnis des Endes eines Regenbogens kennen nur sie. Und sie lachen sich für uns kaum vernehmbar ins Flügelfäustchen. Soll ich ihnen jetzt folgen? Was habe ich zu verlieren? Habe ich überhaupt noch etwas, das ich verlieren kann? Wenig und schlecht geschlafen habe ich mal wieder letzte Nacht. Dennoch werde ich alles daran setzen, den mir eben gewünschten wunderbaren Tag zu haben. Sicher. Und das Lächeln denke ich mir dazu. Und etwas Musik. Und Zeit, die Kulissen so schieben zu können, dass aus dem getricksten Bild ein Reales wird. Nach Fragen will ich suchen, um wieder Antworten zu bekommen. Es ist nicht weit bis zur Grenze. So werde ich mich wieder außer Landes bringen. Eigenverantwortlich. Etwas anderes sehen, etwas anderes hören. Nicht nur die Alternativen suchen, sondern sie auch finden.

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Into The Great Wide Open

The Great Wide Open

The Great Wide Open (Video Clip von Tom Petty & The Heartbreakes - Doppelklick aufs Foto)

Plötzlich reißt er wieder auf, der Himmel, und die Sonne strahlt aus einem Winkel, aus dem man sie gar nicht erwartet hätte. Zuerst ist es wie ein verschmitztes, komplizenhaftes Zuzwinkern, zögerlich zaghaft und ganz sanft noch, völlig überraschend. Die für einen Novembertag warmen Strahlen streifen mich, ja, treffen mich in meinem Fragengebilde, das Blaue sieht auf mich.

Erste fünf Minuten. Was sich in nur fünf Minuten oder sogar weniger entscheiden kann? Diese Anspielung verstehe ich einige Sekunden später erst so richtig. Eine lang vertraute Sprache dringt an mein Ohr. Worte, die ich verstehe. Worte, die ich mit einem Lächeln erwidere. Worte, die mich neugierig machen. Mein Interesse erwecken. Silben aus einem anderen Leben, Atome einer noch fremden Geschichte, der Klappentext, der mich weiter lesen lassen möchte.

Eine ungeschriebene Musik, von der nur ein paar Einzeltöne durch die Luft flirren auf der Suche nach der neuen Melodie. Auf den parallelen Linien des Notenblattes ein paar Tintentupfer nur, ganz frisch, glänzend in der Novemberabendsonne, harmonisch nebeneinander. Der frühe Einklang möge sich vertiefen, nach und nach, die Tonart sich finden, genauso der Takt.

Mit geschlossenen Augen summe ich vor mich hin. Und dabei könnte ich gegen den aufgekommenen Wind anrennen mit weit ausgebreiteten Armen. Aus der Flaute wird eine Brise, ja schon leichte Böen machen sich bemerkbar. Meine Haare flattern im Luftzug, der Kopf wird klar. Ready for take off. Fliegen. Ich habe das Gefühl, den Flaschenhals zu verlassen und ins große, weite Offene zu gelangen, ins Blaue, wo nur der Himmel, die Grenze darstellt..The future is great wide open…

Sky Net

Sky Net

Der Himmel über Luxemburg Stadt am 18.07.2009

Julitag

Julitag

In der Nähe von Stolberg (NRW) 07.07.2009