Winter Tristesse

Winter TristesseDo you remember that hot summer night in July, when we sat together for one eternal moment? So happy together!

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The Water Is Wide

The Water Is Wide

The Water Is Wide (zum Musikclip aufs Foto klicken)

Die ewige und heute ausgesprochen sanfte Brandung, quirlige, weiße Schaumkronen, die sich ein letztes Mal brechen, bevor sie im Takt des Wellengangs an Land geworfen werden. In sich aufgelöst. Der Sand ist weich, jeder Fußabdruck wird vom salzigen Wasser gleich wieder glatt gespült. Ich sehe mich, wie ich gemächlich den fast menschenleeren Strand entlang spaziere. Ohne Ziel. Einfach nur so von hier nach dort. Einfach nur, um etwas zu tun. Das Warten allein genügt nicht mehr. Das drängende Bedürfnis ist da, es auszufüllen. Dieses Überbrücken von unerfüllter, sehnsüchtiger Zeit. Dir ein paar Schritte näher zu sein. Wie weit kann man sehen? Bis zum Horizont. Dahinter geht es ja bekanntlich weiter. Doch die Erdkrümmung verhindert den Blick darauf. Flut, Ebbe, Flut, Ebbe. Ich zähle die Gezeiten und bin unterwegs in der Zeit. Auf der Da-Muss-Ich-Durchreise. Mitten drin im schalltoten Dazwischen. Stagnierend und trotzdem in permanenter Bewegung und schon nicht mehr im gestrigen Da und auch noch nicht wieder im morgigen Dort. Der Wind, der von der anderen Seite des Ozeans kommt, ist leicht streichelnd, ja fühlbar beschwingt. Er flüstert mir leise, kaum hörbar zu „Komm, ich erwarte dich.“ Doch das Wasser ist weit und ich werde es nicht schaffen, hinüber zu schwimmen. So bleiben mir das unstete Wandeln und das ungeliebte, ungeduldige Warten in Ruhe und in Unruhe gleichermaßen. Die Sonne steht bereits tief und sie wird bald untergegangen sein, als orange- roter Feuerball. Völlig klischee- und postkartengerecht. Hinter meinem Horizont. Für dich wird sie dort weiter scheinen. Noch etwa sechs Stunden lang.

Airport

Airport

Airport (zum Musikclip aufs Foto klicken)

Es ist Juli, der Vierzehnte. In Frankreich ein symbolträchtiger Nationalfeiertag, der an den Sturm auf die Bastille im Jahre 1789 erinnert. In Nordrhein- Westfalen fangen heute die Sommerferien  an und genau dieses Bundesland bekommt heute in Düsseldorf eine neue Regierung, die mit einer Stimme unter der absoluten Mehrheit antritt. Ein Kraft- Akt der besonderen Art. Das Parkhaus am Landeshauptstadt eigenen Flugplatz ist reichlich mit PKW gefüllt. Und das, wo die Stellplätze nicht gerade als wohlfeil zu bezeichnen sind. Typischer Fall von Monopolismus. In der Abflugsabfertigungshalle herrscht reges Treiben. Lautsprecherdurchsagen in verschiedenen Sprachen. Noch mehr verschiedene Idiome unter den hunderten Menschen, die hier umherlaufen. Ein Mineralwasser und ein Bitter Lemon mit Blick auf die Geschäftigkeit eines internationalen Airports. Versorgungsfahrzeuge: Tankwagen, Gepäckzüge, Stapler, Männer in Sicherheitswesten, ein Jet, der startet, ein anderer, der landet. Etwas Zeit bleibt noch. Gedanken an gestern, an das Konzert, die Stille auf der Fahrt zurück, als mir allmählich bewusst wurde, dass dieser jetzt im Moment aktuelle Zeitpunkt unweigerlich näher rückt. Meine Scherze klingen dumpf und aus der Verlegenheit geboren. Wir haben es ja gewusst, sind darauf eingestellt und wissen es immer noch. Hände berühren sich. Fingerspiele. Die Worte kullern immer schwerer über meine Lippen. Noch einmal die Promenade der Geschäfte und Speiselokale auf und ab. Hand in Hand. Arm in Arm. Die Uhr tickt. Time is marching. 12:40 Uhr. Das Handgepäck ist leicht. Worte machen es auch nicht schwerer. Denke ich. Eine kleine Schlange vor dem Security Check. Du drehst dich mehrmals um. Winken. Es wird einiges an Zeit vergehen, bis ich wieder hier oder ein paar hundert Meter versetzt stehe. Bis dahin fliegen meine Gedanken mit. Auf den anderen Kontinent.

Rainbow

Rainbow

Juli Regenbogen über der Eifel, 07.07.2009

Kornfeld

Feld_klein

Kornfeld in der Nähe von Stolberg (NRW) 07.07.2009

Julitag

Julitag

In der Nähe von Stolberg (NRW) 07.07.2009

La Luna

Mond

Bonn, Rheinkultur

Der angehende Vollmond am 04.07.2009 über den Bonner Rheinauen.