Wortrecycling

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Achtung: Glosse

Wortrecycling

Recyceln ist eigentlich eine tolle Sache. Aus alt mach neu. Oder solange du nichts Neues hast, nimmste halt das Alte. Das, was sich schon mal bewährt hat. Damals. Stell dir vor ein Autor arbeitet für die Zeitschrift „Hier & Jetzt“. Dann wird es ihm auf einmal da zu blöde und er verlässt diese ohne weitere Angabe von Gründen seinen alten Wirkungskreis.

Dann ergibt sich für ihn die Gelegenheit, sich mit einer Reihe ehemaliger Kollegen an der Gründung einer neuen Zeitschrift mit dem Namen „Da & Nun“ zu beteiligen. Juhu! Endlich wieder eine neue Aufgabe. Und alles ist bunter und viel besser als früher. Der Pioniergeist ist reanimiert und wartet auf seine Stunde.

Da ja dort alles noch im Aufbau ist, veröffentlicht er Wort für Wort die Artikel aus der damaligen Schaffensperiode im neuen Blatt, damit die geneigte Leserschaft schon mal was zu konsumieren hat.

Ok, es ist und bleibt sein geistiges Eigentum. Rechtlich will ich das Ganze ja auch nicht bewerten, obwohl ich da gar nicht so sicher bin, wer letztendlich da eins auf die Mütze bekommt. Denn der – wenn auch eventuell selbst gegebene – Schreibauftrag lag ja im früheren Arbeitsrahmen.

Aber ich finde es zumindest ein Armutszeugnis, auch das eigene geistige Eigentum in einem anderen Umfeld zu recyceln. Wenn man schon einen Schnitt macht, dann bitte auch ganz. Lass die Vergangenheit dort, wo sie gut aufgehoben ist und beginn etwas wirklich Neues. Aber so ist es der Beginn eines wunderbaren Abklatsches. Viel Erfolfg damit !

Und wenn der geneigte Leser das Aufgewärmte dann mit seinen Augen sieht, wird er schmunzeln und wissen, woher der Wind weht.

Hugh & Amen

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