DIA. – Fische können fliegen

DIA

Vor ein paar Tagen hatte ich das große Vergnügen, ein Konzert von DIA. zu erleben. „Erleben“ ist das richtige Wort. Stimme, Gitarren, Kerzenleuchter, Wohnzimmerambiente. Mehr braucht die Songschreiberin nicht, um ihre Lieder den Menschen näher zu bringen. Kein Mikrofon, keine weitere Tonverstärkung. Nichts als ihre wundervolle Stimme und Gitarrenbegleitung. Keine technischen Barrieren. Die Texte erzählen vom Leben, von den Ups and Downs., die jeder kennt. Ihr aktuelles Programm steht unter dem Titel „Fische können fliegen„.

Wer seinen eigenen Weg geht, dem wachsen Flügel“ Dieser Satz aus dem Zen liegt dem Programmmotto zu Grunde. Und DIA. geht eben diesen eigenen Weg. Und wenn du einem ihrer Konzerte lauschst, nimmt sie dich mit. Führt dich an alt bekannte Punkte und Orte deines eigenen Lebens, eröffnet aber auch neue Blickwinkel, aus denen man selbst noch nicht auf die Dinge geblickt hat. Das kann schmerzen oder auch ein Lächeln hervorzaubern. Die Schattierungen dazwischen sind so vielfältig wie das Leben selbst.

Viele Konzerte habe ich in letzter Zeit besucht und wenn ein Konzert am nächsten Tag noch nachhallt, dann muss es etwas Besonderes gewesen sein. Und dieses Konzert hallt nach. Auch Tage später. Versprochen. Wenn man Ohren und Herz offen hält. Es ist nicht leicht, deutsche Liedtexte zu schreiben. Der Schlagerkitsch lauert überall. Aber dieser Gefahr begegnet DIA. mit wohl gesetzten Worten und poetischen Bildern und das fern ab von etwaiger Betroffenheitslyrik.

Wenn ihr erleben wollt, wie Fische das Fliegen erlernen, besucht eines von DIA.’s Konzerten. Und wenn gerade keins in der Nähe stattfindet, ladet sie zu euch nach Hause ein zu einem Wohnzimmerkonzert oder in eueren Laden, euer Geschäft oder zu eurem Grillabend ans Lagerfeuer. Oder …

Euer Leben wird um einiges bunter sein danach.

Mehr Infos auf DIA:’s Webseite….
Hier gehts zu einem Video über DIA. und ihr Tun.

Weitere Fotos vom Konzert in Venn’s Theater, Roetgen.

Smiling For A Reason

BildZur Musik aufs Foto klicken…

Etwas zaubert an mir herum. Bringt mich auf andere Gedanken und lässt mich anders denken. Anscheinend unmotiviert und ohne jeden Grund huscht ein Lächeln über meine Lippen. Immer wieder. Bemerkt habe ich dies das erste Mal, als ich in dieses Schaufenster blickte mit all den alten Kameras. Ich hob den Kopf um den Preis eines besonders schönen Exemplars zu entziffern. Das Fensterglas spiegelte mein Gesicht und eben dieses unbewusste Lächeln. Das zweite Mal begegnete es mir auf der Autobahn, als ich überlegte zu überholen und in den Rückspiegel blickte. Irgendetwas zaubert an mir herum. Oder irgendwer? Egal. Es fühlt sich gut an und so lasse ich es geschehen. Das Telefon klingelt, ich lasse es klingeln. Das Display zeigt die Nummer eines nervigen Callcenters. Ein paar Emails trudeln ein. Nichts von Belang. Werbung und  der Bescheid, dass es neue Dokumente in meinem Bankpostfach gibt, die ich mir bitte anschauen soll. Tue ich aber nicht. Draußen ist schon mehr als Frühling. Der goldene März macht es sich wärmend gemütlich. Ich muss keine Rösslein einspannen und gönne mir einen gemächlichen Spaziergang entlang der Talsperre. Etwas zaubert an mir herum. Lässt mich neue Töne hören, andere Worte. Ich genieße den harzigen Duft des Waldes, überhole freundlich grüßend ein älteres Pärchen. „Ist das nicht herrlich heute?“, sagt die Frau gerade zu dem Mann. Der nickt und grummelt etwas Unverständliches in seinen grauen Stoppelbart. Und ich habe wieder einen Grund zu lächeln. Denn etwas zaubert an mir herum.