These Dreams Of You

These Dreams Of You

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Es war wohl doch nur ein Traum, eine schöner, ruhiger, zufriedener Traum. Denn als ich aufwache heute Morgen, ist alles wie immer. Außer der Uhrzeit, der Wecker zeigt erst 6:30 Uhr, was eigentlich 5:43 Uhr bedeutet, da mein morgendlicher Alarmgeber nach meinem festen Willen und nach meiner gezielten Absicht 47 Minuten vorgeht. So ist meistens meine erste Tagesaufgabe eine Rechenaufgabe, nämlich die, die tatsächliche Zeit festzustellen. Die Rechenstrafe habe ich mir, dem ausgewiesenen Mathematikversager und -verweigerer, freiwillig auferlegt. So kommen die grauen Zellen schon einmal auf einen – wenn auch nur leichten – Trab. Erleichtert lässt sich zudem jedes Mal feststellen, dass es noch gar nicht so spät ist. Nein, es ist heute wie immer und ich bedauere, aus dem Traum herausgeschleudert worden zu sein. Der Versuch, wieder zurück und in ihn hinein zu kriechen, scheitert kläglich. So finde ich mich also mit der morgendlichen Realität ab. Ungern und völlig widerwillig, aber dem aktuellen Schicksal ergeben. Meine Gedanken müssen zudem derzeit eine heftige Menge Kilometer mehr überwinden als sonst sowieso schon, aber sie sind auch heute klar umrissen und genau dahin gerichtet, wo ich jetzt auch gerne wäre. Vieles gibt es, das das Auge nicht sieht und das der Mund nicht ausspricht, die Hand nicht berührt. Aber eben das ist vorhanden. Okkult. Und dennoch: Es scheint wieder die Sonne, wie so oft in letzter Zeit. Warum sie mir heute direkt ins Herz scheint und ein wenig Wehmut und Sehnsucht aufkommen lässt, kann ich nicht direkt einordnen. Die Ursache vermute ich in dem nicht ausgeträumten Traum, der mich immer noch in dieser seltsamen Stimmung hält. An etwaige Inhalte kann ich mich gar nicht erinnern. Es bleibt aber ein wohliges Gefühl, das wie ein Septimakkord eine Auflösung begehrt. Doch diese stellt sich nicht ein, und somit bleibt alles in der mich umgarnenden Schwebe. So wünsche ich mir deine Stimme herbei, die deine Worte spricht, wie nur sie es kann, dein Lachen, dein Lächeln. Diese existentialistische und radikale Art, das Leben auf den Punkt zu bringen und alles andere als optional zu bezeichnen, hat mein Innerstes tief berührt. Und trotzdem: Sie sind durchaus möglich, die guten Zeiten in der Zukunft, auch und vielleicht gerade dann, wenn man die eine oder andere verlässliche Option hinzubucht. 

Daydream

See

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Warum sollte Träumen nur nachts geschehen? Oder auch nur im Schlaf? Man kann sich auch mitten am helllichten Tag einem solchen Traum stellen: Auf einer Bank im Park oder am Ufer eines Sees oder Flusses oder noch besser am Meeresstrand. Dann in den fast blauen Himmel blicken und in den vom Wind zerfetzten Wolken lesen. Spüren, wie sich die sich entfernenden Geräusche nach und nach gänzlich auflösen, und das eigene Herz schlagen hören. So richtig bei sich zu Hause sein und nicht nur wieder einmal hektisch zu Besuch. In sich selbst ruhen. Nie gekannte Dialoge spinnen. Einfach mal nur um das kreisen, was einen wirklich umtreibt und das in aller Ruhe und Gelassenheit. Die Achse, um die sich die ganz eigene Welt bisher gedreht hat, auf den Prüfstand stellen. Um endlich zu sehen, warum sie nicht mehr so ganz rund lief, diese Welt in letzter Zeit. Bereit sein, die ausgeleierte Welle auszutauschen, um fast Vergessenes wieder in Schwung zu bringen. Rundlaufend. Lege deine Hand auf meine, lass sie mich spüren Haut auf Haut. Sage mir diese Worte, die mich ergreifen und fort tragen dorthin, wo nur wir beide sind. Erkläre mir das Universum, den Weg, die Liebe. Lass uns aufbrechen zu neuen Ufern und enger zusammenfinden. Der Wind stärkt uns den Rücken, treibt uns nach vorn. Die Straße ist offen. Sie wird uns führen. Dorthin, wo der Traum Wirklichkeit wird, Egal, ob bei Tag, egal, ob bei Nacht.