Don’t Look Back

Don’t Look Back

Don’t Look Back

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Es begann mit dem Ende, und die Blicke aus den Fenster der Seele und aus dem meines Zimmers durchfärben sich manchmal und immer noch mit leichter Nostalgie oder sanfter Melancholie. 2011 neigt sich dem Ende entgegen. Zeit für mich, in mich zu gehen und dem nachzuspüren, was mich durch dieses Jahr bewegt und getrieben hat. Pläne für das nächste Jahr sind schon da, Zielpunkte, auf die ich mich freue. Schon jetzt. Es geht weiter. Voran ist die einzige Marschrichtung. Ein Zurück gibt es nicht mehr. Doch wie kann man in einen Spiegel nach vorne schauen, ohne nicht auch gleichzeitig das Auge nach hinten schweifen zu lassen? Der Gedankenwirbel drückt das Stehaufmännchen immer wieder mal nach unten, so dass es Schlagseite bekommt. Es beginnt zu taumeln, hin und her zu zucken, bis es schließlich zunächst ein wenig unsicher benommen noch wieder aufrecht steht. An all die Menschen denke ich gerne, mit denen ich lachen durfte, an all die Gespräche, die Gutes bestätigten und Neues nahe brachten. An all die Freundlichkeit, mit der mich wildfremde Menschen behandelten, an all die Freundschaften, die entstanden sind und die sich immer weiter festigen. An all die Konturen, die mit jedem Tag schärfer werden und an all die, die abstumpfen bis zur nicht immer traurigen Unkenntlichkeit. An all die magischen Momente, die mir die Musik und ihre Künstler bescherten. An all die Worte, die mir zum richtigen Zeitpunkt geschenkt wurden. An all die Fingerzuckungen am Auslöser meiner Kamera und an all die Besessenheit, mit der ich versuchte, so etwas vom Zauber des Augenblicks aufzufangen und festzuhalten. An all die Kilometer durch Wind und Wetter auf Autobahnen und Landstraßen, über Gerade und durch Kurven, die mich dahin führten, wo ich sein wollte. An die Sonne an Ostern, in der Bretagne und in Italien, an den Regen in Luxemburg. An das Beinahe, an die Schutzgeister, die mich vor Schlimmeren behüteten. An all die Nächte, die weiß blieben, weil ich nicht schlafen konnte oder wollte. Nein, ich werde nicht in der Vergangenheit leben, aber einiges davon mitnehmen, damit ich in der Zukunft zurechtkomme.

As Time Goes By

As Time Goes By (zur Musik ufs Foto klicken)

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Abrechnungen. Bilanzen. Rückblicke. Das Wissen um das, was war und nicht die geringste Ahnung, von dem, was sein wird. Ahnungen. Hoffnungen. Vorsätze. Es riecht nach Jahreswechsel. Goodbye 2010, welcome 2011. Eine weitere Etappe auf dem (be)rauschenden Überschallflug durch Raum und Zeit. Es war ein spannendes Jahr, dieses 2010. Jedenfalls für mich. Ich bin gereist, war in Italien und in Frankreich, habe eine Menge beeindruckender Leute getroffen, interessante Gespräche geführt und hoffe, alle wieder zu sehen. Vielleicht schon bald. Wie immer war meine ständige Begleiterin und treibende Kraft die Musik. Sie hat mich geführt beim Tanz durch dieses Jahr und beschwingt an Orte gebracht, an denen Frieden und frohes Miteinander das Selbstverständlichste von der Welt ist. Wo es nicht zählt, wer du bist und woher du kommst, sondern dass du du bist und du da bist. Einfach nur da bist. Als ein Teil vom bunten Ganzen. Ein Dank an all die, mit denen ich lachen durfte und die mir neue Horizonte erschlossen haben. Doch es gab auch Schatten, die sich schwer und dunkel über mein Leben gelegt haben. Drei mir sehr liebe Menschen aus den unterschiedlichsten Umfeldern sind für immer gegangen. Irgendwohin, wo alles anders und man nicht mehr von dieser Welt ist. Es sind aber auch andere Menschen von mir gegangen, die sehr wohl noch von dieser Welt sind. Sie haben sich abgewandt und verabschiedet von gemeinsamen Wegen und Ideen, von dem, was wir gemeinsam aufgebaut haben. Sie haben mir den Rücken gekehrt zu einer Zeit, da ich sie mehr als zuvor gebraucht hätte. Das schmerzt und die Enttäuschung sitzt tief. Immer noch. Aber es gibt keinen Anlass zur Nachtrauer. Denn so ist das Leben und so ist der Blues. Alles ist eben jetzt anders und es gibt keinen Grund zu jammern. Denn seit einem halben Jahr leuchtet ein helles Licht aus einer ganz anderen Himmelsrichtung. Und das wärmt und gibt Kraft und Mut. Auch für 2011. Shine on…as time goes by…